Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Bildungsforums
Finanzielle und administrative Herausforderungen
Die bürokratischen Anforderungen an unsere Arbeit stiegen weiter an und überforderten in einigen Be-reichen die Verwaltungskapazitäten. Bereits 2024 absehbar, mussten wir uns im Laufe des Jahres 2025 von einzelnen inhaltlichen Angeboten trennen, um die Arbeitsfähigkeit der Einrichtung nicht zu gefährden. Zur Entlastung wurde Ende 2025 ein Angebot gekündigt und ein Programmzuschlag zurückgegeben. Diese Schritte waren schmerzhaft, aber notwendig, um die Kernaufgaben des Bildungsforums weiterhin qualitativ hochwertig erfüllen zu können.
Ein Lichtblick war der Abschluss unserer Beteiligung am NRW-Landesprogramm zur Förderung der Elektromobilität. Die geförderten Ladestationen an den Familienbildungsstätten in Lüdinghausen und Coesfeld sowie an der Zentrale am Südring in Coesfeld konnten erfolgreich in Betrieb genommen werden. Sobald das Förderprogramm erneut aufgelegt wird, ist eine Weiterverfolgung des Programms für die anderen Einrichtungen geplant.
Nachhaltigkeit und CO₂-Reduktion bleiben zentrale Anliegen des Bildungsforums. Nach zwei Anläufen im Jahr 2024 gelang es im Jahr 2025, ein eigenes System zur Dokumentation und Prüfbarkeit von Verbrauchsdaten zu etablieren. Die Piloteinrichtung in Lüdinghausen sammelte dabei wertvolle Erfahrungen, deren Daten bis Ende 2025 in eine Gesamtübersicht überführt werden konnten. Ab 2026 können nun alle Einrichtungen des Bildungsforums in die systematische Dokumentation und Auswertung ein-steigen – ein wichtiger Schritt, um unsere ökologische Verantwortung messbar und transparent zu gestalten.
Verwaltung und Digitalisierung: Zwischen Stillstand und Innovation
Die Harmonisierung der Prozesse im gesamten Bildungsforum ist und bleibt eine Daueraufgabe. Trotz intensiver Bemühungen gestalten sich die Fortschritte bei der Digitalisierung unserer täglichen Arbeit weiterhin zäh. Veraltete Softwarelösungen und unnötige Datenübergaben behindern effiziente Abläufe und binden unnötig Ressourcen. Besonders problematisch ist die Abhängigkeit von unserem IT-Anbieter Kufer SQL, dessen marktbeherrschende Stellung uns bisher daran gehindert hat, grundlegende Erneuerungen umzusetzen.
Doch hier zeichnet sich ein Wandel ab. Seit Herbst 2025 gehen wir einen neuen Weg. Gemeinsam mit einem agileren Dienstleister entwickeln wir auf Basis unserer Grunddaten ein KI-gestütztes Datentool, das vor allem die Arbeit unserer Verwaltungskräfte deutlich vereinfachen soll. Dieses Projekt ist ein erster, aber entscheidender Schritt, um die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt endlich auch im Bildungsforum abzubilden und unsere Prozesse zukunftsfähig zu gestalten.
Kooperationen und Arbeitsbedingungen
Ein besonderer Meilenstein war das fünfjährige Bestehen des EinsA in Dülmen im Jahr 2025. Auch wenn die Organisation des EinsA aus unserer Sicht nach wie vor nicht optimal ist, hat sich in der täglichen Zusammenarbeit ein gewinnbringender und kollegialer Modus etabliert, von dem alle Beteiligten profitieren.
Leider mussten wir uns im Jahr 2025 von unserem langjährigen Partner, dem TÜV, als Anbieter für Arbeitssicherheit trennen. Wiederholte Unzuverlässigkeit und mangelnde Vorbereitung auf die Arbeitssicherheitssitzungen des Bildungsforums ließen uns keine andere Wahl. Für das Jahr 2026 ist der Neuaufbau der Zusammenarbeit mit einem kleineren, regionalen Anbieter vorgesehen, von dem wir uns mehr Flexibilität und Praxisnähe erhoffen.
Fachlicher Austausch und neue Impulse
Im Jahr 2025 besuchte das Leitungsteam erstmals eine fremde Einrichtung der Familienbildung, um von den dortigen Fachkolleginnen neue Impulse und Verfahrensweisen kennenzulernen. Der Besuch bei der FABI Osnabrück erwies sich als äußerst gewinnbringend und führte zu wichtigen Erkenntnissen, die 2026 in die eigene Arbeit einfließen werden. Dieser Austausch soll künftig regelmäßig stattfinden, um von Best-Practice-Beispielen zu lernen und die eigene Arbeit kontinuierlich zu verbessern.
Fazit und Ausblick
Das Jahr 2025 war geprägt von finanziellen Engpässen in Einzelpositionen, administrativen Hürden im Finanzwesen sowie der Abwicklung einzelner Kursangebote und der Notwendigkeit, Prioritäten neu zu setzen. Dennoch konnten wir in zentralen Bereichen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kooperation wichtige Fortschritte erzielen. Der Aufbau eines KI-gestützten Datentools, die Etablierung eines Nachhaltigkeitsmonitorings und die Neuausrichtung der Arbeitssicherheit zeigen dies eindrucksvoll. Das Katholische Bildungsforum Coesfeld ist bereit, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen – modern, verantwortungsbewusst und im Geist katholischer Werte.
Für das Jahr 2026 gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen, die Digitalisierung voranzutreiben und die finanziellen Rahmenbedingungen zu stabilisieren. Besonders die Entlastung der Verwaltungskräfte und die Weiterentwicklung unserer Bildungsangebote stehen dabei im Fokus. Mit den geplanten Innovationen und der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten blicken wir zuversichtlich in die Zukunft – als lebendiger, weltoffener und zukunftsorientierter Ort der Begegnung, Bildung und Familienförderung.
